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Wanderleben: Die schönsten Aus- und Einsichten

Die Entdeckung des Wanderns setzte bei mir ungefähr zeitgleich ein mit der Entdeckung des eigenständigen Denkens. Wandern und Bewusstsein - beides gehört zusammen. Es geht nicht um die Jagd nach Preisen und Rekorden, nach entlegenen Zielen oder extremen Grenzerfahrungen. Es geht im Gegenteil um das Glück, sich nicht immer zielgerichtet und effizient von A nach B fortbewegen zu müssen, sondern auch mal achtsam im großen Kreis zu gehen und sich gerade dadurch vom Kreisen um äußerliche Lebensinhalte zu lösen. Aus sich selbst herausgehen und sich zugleich als eingebetteter Teil des Ganzen empfinden, der so selbstverständlich dazugehört wie Vogel, Raupe, Baum und Löwenzahn, das ist Wandern. Es gibt hier nichts zu besorgen. Nur gehen und gehen, teils auf historischen Wegen, die schon unsere Vorfahren gegangen sind, unter einem Himmel, der schon zahllosen Generationen offenstand und hoffentlich noch vielen offenstehen wird. Das Wandern ist nicht Mittel zum Zweck, es trägt seinen Sinn in sich selbst. Die Wege gibt es kostenlos. Auch die Bilder und Gedanken, die sich unterwegs einstellen, sind ein Geschenk, ebenso die Weggemeinschaft. Menschen, mit denen ich wandern kann, sind Menschen, mit denen ich leben kann. Wir stimmen unser Tempo aufeinander ab, können miteinander reden, schauen, schweigen. Stoßen uns nicht an Zäunen und Mauern, sondern schreiten aus ins offene Land, und der Horizont ist weit. Anbei ein paar Impressionen von unterwegs aus rund vier Jahrzehnten Wandererfahrung, dazu Gedankensplitter zum Thema Wandern, auf den Spuren von rund 2000 Jahren Literatur …

Fotos: Winfried Sixel

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