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Was steckt eigentlich hinter dem "Dr." vor meinem Namen?

Es steht für "Dr. phil" (Doktor der Philosophie), eine Würde, die mir 1988 von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz verliehen wurde. Meine Dissertation wurde von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert und mit dem Gesamturteil "magna cum laude" bewertet. Das Thema ist in der Linguistik (Sprachwissenschaft) angesiedelt und trägt den für Laien nicht unbedingt verständlichen Titel: "Modalität und gesprochene Sprache. Ausdrucksformen subjektiver Bewertung in einem lokalen Substandard des Westmitteldeutschen". Die folgende Rezension aus der Schweiz beschreibt, worum es geht:

"Wer spricht, versprachlicht nicht immer völlig unbeteiligt objektive Ausschnitte aus dem Gesamtbestand des Wirklichen und Gedachten, sondern wertet das Versprachlichte oft auch, findet es gut oder schlecht, schön oder häßlich, richtig oder falsch, passend oder unpassend, angenehm oder unangenehm, erfreulich oder verdrießlich, gewöhnlich oder erstaunlich. Und er tut dies gleichsam beiläufig. Welche sprachlichen Mittel Sprecher in einer Mainzer Agglomerationsgemeinde hierfür einsetzen, dies anhand eines stark dialektal geprägten Sprachkorpus aufzuzeigen, ist Absicht und Leistung der Studie von Judith Sandhöfer-Sixel. Die Autorin führt in einem informativen Theorieteil in die Dimensionen der subjektiven Einfärbung sprachlicher Äußerungen ein und präsentiert in sehr übersichtlicher Art sprachliche Proben subjektiver Wertungen. Da das vorgelegte Inventar von Mitteln der subjektiven Einschätzung im wesentlichen mit den entsprechenden Möglichkeiten des Schweizerdeutschen übereinstimmt, kann das Werk auch dem schweizerischen Sprachbetrachter sehr dienlich sein, z. B. dann, wenn er sich für sprachliche Techniken des Überredens und des willentlichen oder unterschwelligen Beeinflussens interessiert."

Daniel Weber in: Sprachspiegel 3, Luzern 1990